Hölzerne Gewinde fräsen
In Museen kann man sie noch oft und teilweise in riesigen Dimensionen entdecken: Gewindespindeln aus Holz: Saftpressen, hölzerne Schraubzwingen in Schreinereien, Vorder- und Hinterzangen alter Hobelbänke, höhenverstellbare Hocker, die Spannleisten der Schuhmacher sind typische Anwendungsgebiete und Zeugnisse alter Handwerkskunst. Sie machen deutlich, dass richtige Holzauswahl und passende Dimensionierung vorausgesetzt, Holzgewinde beachtlichen Kräften standhalten können! Aber auch in kleinen, weniger auffälligen Dimensionen setzten Drechsler früherer Zeiten Gewinde als lösbare verbindungselemente gern und häufig ein: Winzige Nadelbüchschen mit verschraubbarem Deckel aus Buchsbaum, Schachfigürchen aus Bein, die wegen der geringen Materialdimensionen oft aus mehreren Einzelteilen gefertigt werden mussten, wurden verschraubt. Schäfte von Steh- und Tischlampen wurden mittels hölzerner Gewinde in den Fuß eingedreht. Höhenverstellbare Notenständer hatten hölzerne Feststellschrauben. - Doch zurück in die Gegenwart: Was liegt näher, als auszuprobieren, ob wir selbst auch ein schönes Holzgewinde hinbekommen!
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Lebend gefärbtes Holz - wahr oder gelogen?
Zugegeben, die Überschrift erinnert ein bisschen an den bekannten Fauxpas eines weniger bekannten Fischhändlers: „Lebende Karpfen – auch geteilt!“ aber dennoch ist die merkwürdig klingende Geschichte wahr:
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