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Anfertigung der Einzelteile für die Figürchen

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An Hand der Werkzeichnung habe ich eine Stückliste erstellt und eine reichliche Menge Holzklötzchen in allen benötigten Maßen zugeschnitten. Für gleiche Teile sollten die Zuschnitte auch gleich groß sein, so kann man sich besser auf sein Augenmaß verlassen. Für den Anfang und generell für die Spanbäumchen empfehle ich Lindenholz. Später kann man die Einzelteile der Figuren auch aus unterschiedlichen Holzarten zusammensetzen und damit sogar eine gewisse Farbigkeit erreichen. Der Mantel für den Weihnachtsmann scheint mir am einfachsten formbar zu sein. Schlagen wir ein passendes rechteckiges Langholzstück an das  Heureka- Futter an, und drehen es mit der Schruppröhre zunächst zylindrisch um dann mit der Spitze des Meißels die "fliegende" Stirnseite plan zudrehen. Ebenfalls mit der Meißelspitze körnen wir das Zentrum tief an, um einen Ansatzpunkt für die kleine Formröhre zu erhalten, mit der wir die kleine Vertiefung arbeiten, in die wir später den Kopf einkleben. Die Schulterpartie kann mit der breiten Schruppröhre geformt werden. Anschließend glätten wir mit dem schmalen Meißel, mit dem wir auch den Saum des Mantels am anderen Ende arbeiten. Abgestochen wird mit einem Abstechstahl. Das wird nicht ganz so sauber, wie mit dem Meißel, spart aber Holz und wer traut sich schon einem Weihnachtsmann unter den Mantel zu schauen? Für den Schneemann schruppen wir statt eines Zylinders gleich einen leichten Konus. Dann können wir mit dem schmalen Meißel sehr schön das Drehen von Kugelformen, die wir noch oft benötigen werden, einüben. Übrigens: Falls Sie schon öfter Werkstücke nach Zeichnung an einer "normalen" Drechselbank angefertigt haben, werden Ihnen meine Zeichnungen irgendwie ungewohnt erscheinen. Werkstücke werden bekanntlich in der Fertigungslage gezeichnet und unsere Drechselbankspindel befindet sich schließlich an der rechten Seite des Bankbettes. Habe ich nun bei den Zylindern etwas falsch gemacht? Wie soll man das Loch für das Fädchen zum Anhängen bohren? Nun, in diesem Falle bohre ich es nachträglich mit einer Bohrmaschine. So kann ich unter der Krempe die pfannenförmige Vertiefung drechseln, passend zum Kopf des Schneemanns. So brauche ich an den Kopf keine schräge Fläche anzuschleifen und kann beim Zusammenkleben den Winkel beliebig variieren. Außerdem werden sowieso an einigen Teilen Bohrungen benötigt, die nicht in der Drehachse liegen und deshalb ohnehin mit einer Bohrmaschine gebohrt werden müssen. Auch der Nussknacker benötigt in seinem Hut ein Loch zum Einkleben des Anhängers. Hier sollte es keine Probleme geben – oder etwa doch? Für einen normalen Spiralbohrer läuft eine Linksdrechselbank leider genau verkehrt herum. Ob sich ein Kollektormotor in beiden Drehrichtungen betreiben lässt hängt von seiner mechanischen Konstruktion ab. So ist ein Drehrichtungsumschalter nicht für jeden (leider auch nicht für meinen) Motor zu realisieren. Zunächst hatte ich von einem Spiralbohrer den Schaft abgeschliffen und an diesem Ende eine Schneide angeschliffen, die dann in der benötigten Richtung wirkt. Um diesen Bohrer halten zu können, habe ich ihn mit der Originalspitze in ein passendes Metallröhrchen eingelötet. Nachdem dieser mühsam gefertigte Bohrer schon nach kurzer Zeit in den in den Spänen unauffindbar verschwunden war, entsann ich mich, dass ich als Kind einen Drillbohrer besaß, der zu meinem Laubsägeset gehörte, der in beiden Drehrichtungen wirkte. So schmiedete und feilte ich mir aus einem Nagel einen solchen Drillbohrer zurecht. Aber inzwischen habe ich herausgefunden, dass es völlig ausreicht, die Löcher bei laufender Maschine vorsichtig mit einer kleinen Schuhmacherahle in das weiche Hirnholz einzustechen. Diese Ahle benutze ich übrigens auch, um die Holzreste aus meinen kleinen Heureka- Futtern auszuwerfen. Auch meine Engel hatten früher ein Loch für den Faden im Kopf. Später habe ich gemerkt, dass ich den Faden auch im gleichen Loch wie die Flügel befestigen kann.