



Die folgenden Teile sind noch ein bißchen kleiner als die vorherigen. Aber das kommt ja dem Linksdrechselverfahren gerade entgegen: Kleine Massenteile rationeller und bequemer als auf einer herkömmlichen Drechselbank herzustellen, ist schließlich der Sinn dieser Eigentümlichkeit des Drechselns. Für die dünneren Teile empfehle ich, passende Spundfutter anzufertigen, da man an das Heureka- Futter unnötig dicke Rohlinge anschlagen müßte, um Halt zu bekommen. Das schraffierte Teil in der Mitte der Zeichnung ist der Besen für den Schneemann. Als Alternative kann man aber auch aus dünnen Baumwollfäden und einem halben Zahnstocher einen schönen Besen binden, oder aus Pergament einen Schneeschieber zurecht schneiden. Auf meiner Site befinden sich einge Bilder mit weiteren Anregungen, wie der Engel mit dem Akkordeon, welches als "Hexentreppe" aus Pergament gefaltet wurde, oder der Vorschlag, die Figuren mit Zinnreifen zu dekorieren. Ich bin überzeugt, Sie werden sich der Faszination des Linksdrechselns nicht entziehen können und schon bald Ihre eigenen Ideen verwirklichen. Dazu wünsche ich Ihnen gutes Gelingen!
Einige Teile, wie der Bart des Weihnachtsmannes und die Arme der Engel müssen nach dem Drechseln noch halbiert werden. Zuerst habe ich versucht, diese vorsichtig mit einem dünnen Federmesser zu spalten, mußte aber feststellen, das dies nicht immer zufriedenstellend gelang. So säge ich diese Teile mit einem winzigen (ungeschränkten) Kreissägeblatt, welches ich an der Linksdrechselbank befestige. Die kleinen Teile halte ich mit einer Art hölzernen Pinzette. Zur Auflage benutze ich (mit entsprechender Vorsicht!) die normale Werkzeugauflage, so dass ich hier keinen Sägetisch benötige. Eine weitaus sicherere Methode wäre hier die Verwendung einer Laubsägemaschine.
Das Andrehen von Spanlocken haben wir an den kleinen Bäumchen, die wir für den Engel auf dem Schlitten, und den Engel im Häuschen bereits geübt. Der große Baum könnte nun unser "Meisterstück" werden! Gutes Gelingen!