Bessere Fotos (nicht nur) für die Website

tmb separatingWeshalb ich mich auch ein wenig für die Fotografie interessiere braucht wohl keiner besonderen Erklärung. Schließlich wäre meine Website ohne aussagefähige Detailfotos kaum einen Besuch wert. Aber auch bei der Beschaffung von Referenzmaterial für mein bildnerisches Gestalten und beim Dokumentieren meiner Arbeit hat sich meine bescheidene Fotausrüstung als nützlicher Helfer erwiesen. Kein Wunder also, dass mir auch fotografisches Experimentieren viel Freude bereitet.

Fernauslöser mit Fußbedienung

Mein Problem: Wie soll ich den Auslöser der Kamera betätigen, wenn ich für Schritt-für-Schritt-Anleitungen meine Hände bei der Arbeit fotografieren muss?

tmb foottrigger

Einen Helfer einstellen? - Zu teuer! Den Selbstauslöser verwenden? - Der schnappt immer im falschen Moment zu! Auch die zu meiner Digitalkamera mitgelieferte IR-Fernbedienung half mir nicht wirklich, mein Problem zu lösen, bis ich schließlich eine Idee hatte: Von der Fernbedienung habe ich zunächst das Gehäuse vorsichtig entfernt. Die Anschlußdrähte der IR-Diode habe ich durch kurze Litzenstücke verlängert, um die Diode frei positionieren zu können. Weiterhin war an die Leiterplattenkontakte die im Originalzustand unter dem Auslösebutton der Folientastatur liegen, ein zweiadriges Flachkabel anzulöten, an dessen anderem Ende ein für den Fußbetrieb geeigneter Drucktaster montiert wurde. Ein kleiner Plastebehälter, der als neues Gehäuse für die Leiterplatte herhalten soll, erhält schließlich zwei passende Bohrungen. In einer steckt wie in Bild 7 gezeigt, die IR-Diode, durch das andere führt das Verbindungskabel zum Fußschalter.

tmb separatingDamit beim Fotografieren IR-Diode der Fernbedienung und der Sensor in der Kamera sich nicht "aus den augen verlieren, habe ich das Plastedöschen auf einen dünnen PVC-Streifen montiert, der bei Gebrauch zwischen Kamera und Fotostativ vom Stativgewinde gehalten wird. Die Knopfzelle für die Stromversorgung wird einfach gegen die auf der Leiterplatte vorhandenen Federkontakte gedrückt und mit Isolierband in dieser Position gehalten.

Nicht nur für meine Homepage habe ich ständig Nahaufnahmen kleinerer Objekte anzufertigen. Glückwunschkarten mit Fotos selbstgefertigter Objekte sind in meinem Freundeskreis immer sehr beliebt. Ich versuche auch in regelmäßigen Abständen meine Arbeiten durch Fotos zu dokumentieren, schließlich macht es viel Freude, wenn man seine eigenen Fortschritte beim Vergleich älterer Arbeiten mit neueren vergleichen kann. Aber auch gute Motive aus der Natur oder aus Museen und Ausstellungen, die als Anregungen und Vorbilder für spätere eigene Arbeiten dienen können sind mir von großem Nutzen. Auch Details wie spezielle Anschliffe an Werkzeugschneiden lassen sich mit einem Foto oft besser zeigen, als mit langen Beschreibungen. Deshalb blättere ich von Zeit zu Zeit auch mal in einem Fotobuch oder einer Zeitschrift über Fotografie um Anregungen zu sammeln, wie man möglichst auch ohne Profiausrüstung zu besseren Bildern kommen kann. Grundsätzlich glaube ich, dass die Beschäftigung mit der Fotografie grundsätzlichnahezu jedes andere Hobby hervorragend ergänzen bzw. bereichern kann. Meine Minolta ist zwar schon in die Jahre gekommen, und inzwischen begeistere ich mich auch sehr für die Digitalfotografie, aber dennoch möchte ich hier zeigen, wie man mit einem käuflichen Adapter den ich mit einem zusätzlichen Außengewinde versehen habe, das Objektiv verkehrt herum am Kameragehäuse zu befestigen, fast schon ein "Mikroskop" zaubern kann. Ich habe damit früher alle meine Nahaufnahmen angefertigt. Leider ist die Schärfentiefe nicht sehr hoch, wenn man nicht extrem empfindliche Filme verwendet, um genügend weit abblenden zu können, was u. U. durch zusätzliche selbstgefertigte Lochblenden erfolgen muß. Mit meiner Digilalkamera erhalte ich schon bei einem Abstand von ca. 2cm an scharfe Bilder, da hat die Minolta nun wohl doch ausgedient. Den (Hobby-) Drechslern, die sich jetzt vielleicht fragen: "Was sollen Fototips auf dieser Holzseite?" werden sich vielleicht wenigstens darüber freuen, dass ich hier mal einige Gewindestrehler zeigen. Leider besitze ich keine "groben" Strehler für Holzgewinde, denn eine sauber geschnittene Holzgewindespindel anzufertigen macht bestimmt noch mehr Spaß, wie die Anferigung des feinen Optikgewindes.

Vielseitig nutzbar - Der Flachbettscanner

Was viele vielleicht noch nicht probiert haben: Mit dem Flachbettscanner kann man durchaus auch kleine dreidimensionale Gegenstände sauber abbilden. Besonders dann, wenn die Objekte dafür gedacht sind, anschließend in einem Bildbearbeitungsprogramm vom Hintergrund freigestellt werden sollen, habe ich mit dieser Methode gute Erfahrungen gemacht. Wie meine Foto von dem Theaterrelief zeigt kann man sogar Objekte scannen, die größer als der Scanner sind, dann allerdings in mehreren, sich überschneidenden Bildern, die in einem Bildbearbeitungsprogramm dann "fachgerecht" zusammengesetzt werden müssen.

Bild 6: Dekoratives Relief für ein Fernsehmöbel (Entwurf und Ausführung: Holzbildhauermeister Emil König) ca. 55cm x 18cm mit A4-Flachbettscanner gescannt.

Bild 1: Eine typische Nahaufnahme, wie ich sie häufig anfertige. Bild 2: Meine Miolta mit verkehrt montiertem Objektiv. Bild 3: Ein vorhandener Objektivadapter zur Befestigung von Objektiven mit Gewinde an Kameragehäuse mit Bajonettanschluß, wurde mittels Gewindestrehler mit einem zusätzlichen Außengewinde versehen. Das Objektv kann nun Bild 4: Mit invers montiertem Objektiv aufgenommenes Beispielfoto: Platine einer Digitaluhr mit Roststelle Bild 5: Mit invers montiertem Objektiv aufgenommenes Beispielfoto: Zwei Feuerzeuge